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Das kostengünstige Alltagsvelomobil

Ergebnisse eines Forschungsprojekts über ein neuartiges Fahrzeug für kurze Wege im ländlichen Raum

Aufgabe des kostengünstigen, ländlichen Alltagsvelomobils ist es, den Druck zum Autobesitz zu senken und Einzugsgebiete und Fahrgastpotenziale des Öffentlichen Verkehrs im ländlichen Raum zu vergrößern. Im Rahmen des Forschungsprojekts "RegInnoMobil" wurde ein Liegedreirad-Bausatz mit Alu-Fachwerkrahmen und Zeltverkleidung konzipiert. Bei diesem Entwurf sowie möglichen Extras und Sonderversionen wurde neben der Praktikabilität insbesondere auf Anforderungen der Verkehrssicherheit und sozialen Inklusivität geachtet: Es verfügt über eine ausreichende Ladefläche für zwei Kinder und Einkäufe und über ein Textilverdeck als Wetterschutz. Im Vergleich zu den bisher angebotenen, auf maximale Geschwindigkeit optimierten Velomobilen ist es wesentlich kostengünstiger und aufgrund des größeren Laderaums alltagstauglicher. Der geringere Preis soll durch geringere technische Perfektion und eventuell auch die Vermarktung als Bausatz ermöglicht werden. Allerdings zeigte sich, dass insbesondere aufgrund der sehr unkonventionellen Bauweise zunächst mit sehr geringer Akzeptanz am Markt zu rechnen wäre, sodass mit erheblichem Entwicklungsaufwand und diversen unvermeidlichen Sonderbauteilen der angestrebte niedrige Preis vermutlich nicht zu erreichen ist.
PrototypPapiermodellPräsentationsflyer
Details zu Anforderungen und Entwurf sowie Marktchancen des kostengünstigen Alltagsvelomobils sind im Projektbericht nachzulesen.

Alternativlösung

Um die Entwicklungskosten und den Bedarf an Sonderbauteilen zu reduzieren wäre es günstig, auf bereits einigermaßen verbreiteten Sonderfahrradtypen aufzubauen. Hilfreich wäre es weiters, wenn wesentliche Teile, etwa der hintere Rahmenteil mit Schaltung und Kettenführung, ident mit einem konventionellen Fahrrad wären. Einen aussichtsreicheren Ansatz könnte daher das 3-in-1-Mehrzweck-Sonderfahrrad darstellen.

Kontakt: Harald Buschbacher * * * E-Mail * * * Webseite * * * +43/1/9130560

Finanziert in der Programmlinie „ways2go“ vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie